Jahreshauptversammlung 2020

Die Mitglieder der Kreisgruppe Amberg im Landesjagdverband Bayern trafen sich am 19.02.2020 im Gasthaus Michl in Oberleinsiedl zur Jahreshauptversammlung.

Nach der traditionellen und musikalisch gelungenen Eröffnung der Versammlung durch die Bläsergruppe konnten 1. Vorsitzender Ruppert Schmid, Schatzmeister Eduard Hierl und die Obmänner und Beauftragten der verschiedenen Bereiche auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken.

Der dritte Bürgermeister der Gemeinde Ursensollen Josef Schmaußer begrüßte die Jäger herzlich in seiner Gemeinde. Stellvertretender Landrat Hans Kummert überbrachte ebenfalls seine Grußworte und kündigte an, dass der Landrat eine Übernahme der Gebühren für die Trichinenschau plant, um die Jäger des Landkreises bei der Schwarzwildbejagung zu unterstützen.

1. Vorsitzender Ruppert Schmid eröffnete die Berichterstattung mit einem Überblick zu den Tätigkeiten der Vorstandschaft im vergangenen Jahr. Neben den üblichen Terminen wie Vorstandssitzungen, Geburtstagen und Beerdigungen fanden diverse Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit statt. Exemplarisch seien hier der Tag der Biodiversität in Ursensollen sowie der Pressetermin an der renaturierten Weiheranlage am Hennenbach genannt. Bei ersterem war die Kreisgruppe mit einem eigenen Stand vertreten und konnte sich und die Jagd in Gesprächen mit den Besuchern in einem positiven Licht präsentieren. Bei letzterem konnten die Erfolge der Renaturierung öffentlichkeitswirksam einem Team von OTV, der örtlichen Presse sowie den hochrangigen Besuchern aus dem Verband sowie der Lokalpolitik präsentiert werden.
Zudem wurden wie jedes Jahr die Rehwildhegeschau, der Jägertag sowie die traditionelle Hubertusfeier organisiert. Bei einem Besuch in der BJV-Geschäftsstelle in Feldkirchen konnte sich die neu gewählte Vorstandschaft vollzählige beim Dachverband vorstellen und mit verschiedenen Präsidiumsmitgliedern austauschen.
Zudem möchte die Kreisgruppe künftig die Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser nutzen und die Mittteilungsblätter per E-Mail verschicken. Ruppert Schmid bat die Anwesenden daher um Eintragung Ihrer E-Mail-Adressen in die Anwesenheitsliste.
Abschließend bedankte sich der 1. Vorsitzende bei Herrn Graml von der unteren Jagdbehörde, Jagdberater Ekkehard Zink, den Obleuten der Kreisgruppe sowie der Bläsergruppe und seinen Vorstandskollegen.

Im Anschluss wurden von 1. Schatzmeister Eduard Hierl die finanziellen Belange der Kreisgruppe erörtert. Die Kassenprüfer bescheinigten eine übersichtliche und einwandfreie Kassenführung, so dass eine einstimmige Entlastung der Vorstandschaft verzeichnet werden konnte. Der von Eduard Hierl vorgelegte Haushaltsplan für das Jahr 2020 wurde von der Versammlung ebenfalls einstimmig angenommen.

Von Bläserobmann Hans Saller wurde von zahlreichen Auftritten der Bläsergruppe im vergangenen Jahr berichtet. Neben den regelmäßigen Übungsterminen konnten über 60 Auftritte verzeichnet werden. Hier seien exemplarisch die Teilnahme beim Landesbläsertreffen, sowie Auftritte bei Hegeschauen und Weihnachtsmärkten genannt. Zudem hat die Bläsergruppe bei zahlreichen runden Geburtstagen sowie Beerdigungen ihren Waidkammeraden durch einen musikalischen Gruß die Ehre erwiesen. Der Bläserobmann informierte die Versammlung außerdem darüber, dass inzwischen sein Bläserkollege Hans Renner die musikalische Leitung der Bläsergruppe übernommen hat.

Ute Ehebauer, die Hundeobfrau der Kreisgruppe, berichtete von zwei erfolgreichen Hundekursen, die sie 2019 zusammen mit ihrem Mitausbilder Reinhold Galli betreut hat. So konnten elf Begleithunde und zehn Jagdhunde mit größtenteils herausragenden Ergebnissen geprüft werden. Dabei konnte sechs Jagdhunden die allgemeine Brauchbarkeit und vier Jagdhunden die Brauchbarkeit zur Nachsuche auf Schalenwild bestätigt werden. Auch im kommenden Jahr sind wieder ein Begleithundekurs sowie ein Kurs zur Vorbereitung auf die Brauchbarkeitsprüfung geplant, welche sich auch über die Grenzen der Kreisgruppe hinaus großer Beliebtheit erfreuen.
Das anerkannte Nachsuchengespann der Kreisgruppe mit Hundeführer Franz Ehebauer verzeichnete 2019 63 Nachsuchen, davon 17 in der Kreisgruppe Amberg. Die Hundeobfrau merkte an, dass das Nachsuchengespann zum Erhalt seiner Leistungsfähigkeit auf regelmäßige Einsätze angewiesen ist.
Für Ihr Engagement im Hundewesen wurde Ute Ehebauer 2019 vom BJV mit dem Hundeführer-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Mit Richterobmann Johann Merz und Mitausbilder Reinhold Galli wurden zwei weitere Mitglieder unserer Kreisgruppe mit dem Hundeführer-Ehrenzeichen in Bronze geehrt, wie von 1. Vorsitzenden Ruppert Schmid berichtet wurde.

Als anerkannter Naturschutzverband wird unsere Kreisgruppe immer wieder zu Stellungnahmen zu verschiedenen Bauvorhaben aufgefordert. Diese werden federführend von unserem Naturschutzbeauftragten Peter Fröhlich bearbeitet.
Zudem gab es einige Aktionen im Bereich Naturschutz zu verzeichnen. Beispielhaft sei hier die Pflanzaktion in Uschlberg genannt, die von Vorstandsmitglied Wolfram Seebauer und seinem Pächterkollegen Christian Donhauser initiiert wurde. Hier wurden in Zusammenarbeit mit Schulkindern und dem Wildlebensraumberater Balduin Schönberger 90 Obstbäume im Revier Ensdorf gepflanzt.
Für derartige Aktionen gibt es finanzielle Förderungen durch den BJV. Peter Fröhlich ermutigt alle Jäger, die im eigenen Revier Aktionen zur Lebensraumverbesserung planen, die angebotenen Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Nach dem Bericht von Schießobmann Karl-Heinz Beck besuchten im vergangenen Jahr 70 Jägerinnen und Jäger im Rahmen der angebotenen Schießtermine unseren Schießstand in der Fatzen. 15 Schützen legten auf die Ehrenscheibe an, welche mit einem hervorragenden Schuß von Hans Prüll gewonnen wurde. Neun Schützen haben durch Ablage des entsprechenden Schießprogramms die BJV-Büchsennadel erworben.
Die Resonanz sei zwar gut, so unser Schießobmann, hat aber bei 450 Mitgliedern noch Luft nach oben. Zur waidgerechten Jagd gehört auch das regelmäßige Training der eigenen Schießfertigkeiten. Mit einem Unkostenbeitrag von 3 € bietet die Kreisgruppe mit Ihrem Schießstand in der Fatzen eine günstige Möglichkeit dies zu tun.

Dr. Günther Baumer berichtete als Kursleiter unseres Jagdkurses über die Jungjägerausbildung der Kreisgruppe. Aus dem Kurs 2018/19 haben zwölf Teilnehmer die Jägerprüfung erfolgreich abgelegt. Der aktuelle Kurs 2019/20 ist mit 16 Teilnehmern ebenfalls wieder gut besucht und hat bereits vollzählig die schriftliche Prüfung bestanden. Der nächste Kurs startet bereits in wenigen Wochen.
Neuerungen bei der Jägerprüfung gab es dahingehend, dass im Fach Wildbrethygiene KO-Fragen eingeführt wurden, bei denen eine falsche Antwort sofort zum nicht Bestehen der Prüfung führt.

Unser Junge-Jäger-Beauftragter Andreas Geilersdörfer konnte von verschiedenen Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr berichten. So organisierte er beispielsweise die Aktion „Kids for Kitz“, bei der eine Gruppe Kinder aus Michael-Poppenricht im Revier von Gerd Weiß auf Kitzsuche ging und Kitzscheuchen aufstellte. Zudem kann unser Junge-Jäger-Beauftragter Warnwesten und kindgerechtes Infomaterial zu Jagd und Natur bereitstellen, falls jemand gerne selbst eine Aktion mit Kindern in seinem Revier organisieren möchte.
Ein weiterer Höhepunkt war das Landestreffen der Jungen Jäger in Neuburg a. d. Donau, welches bereits im neuen Jahr stattfand. Zusammen mit 2. Schatzmeister Manuela Weiß nutzte Andreas Geilersdörfer die Möglichkeit, sich dort mit anderen Jungen Jägern aus ganz Bayern zu vernetzen. Für das kommende Jahr sind ein neu ins Leben gerufener Frühjahrsstammtisch, ein Grillkurs sowie die Teilnahme am Kinderfest in Amberg geplant.

Nach den Berichten aus dem durchweg erfolgreichen Vereinsjahr und den Ausblicken auf die Aktivitäten im neuen Jahr rundeten die Jagdhornbläser den offiziellen Teil der Versammlung wieder musikalisch ab. 1. Vorsitzender Ruppert Schmid bedanke sich ausdrücklich bei der Bläsergruppe für ihr Engagement, da diese unsere Kreisgruppe jedes Jahr bei zahlreichen Terminen würdig vertritt.